Fujifilm GFX 50R | Fazit

Fujifilm GFX 50R | Fazit

Mein erster Gedanke als die 50R vorgestellt wurde, war: «Muess ych ha!»

 

Nun nach 2 Wochen Testen und Spielen relativiert sich alles ein bisschen.

Hier nun mein angekündigtes, sehr persönliches Fazit.

Mein erster Gedanke war, dass ich mit der kompakteren Bauweise und dem etwas geringeren Gewicht eine «mobile» Kamera bekomme. Dem war so. Ein Pluspunkt. Die Hemmschwelle war deutlich niedriger die Mittelformat-Fuji als Reportagekamera mitzunehmen. Mit dem GF45mm und dem GF 120mm OIS zog ich los. Ich war gespannt, denn eigentlich habe ich für solche Einsätze die Leica Q.

Ich begann im Tram die Einstellungen zu kontrollieren und zu ändern. Wo sind denn die gewohnten Navigationstasten der GFX 50S? Ich mag Tasten. Der Joystick ist das Navigationsinstrument. Für meine Finger zu klein. Zur Fokusfeldsteuerung geht das, nicht zur Menüsteuerung. Da will ich grosse Tasten haben. Erster Minuspunkt.

Da ich auch Langzeitaufnahmen geplant hatte, nahm ich ein Stativ mit. Beim Befestigen der Schnellwechselplatte musste ich feststellen, dass die Batterieöffnung abgedeckt würde. Also Platte (Manfrotto 410 PL) umgekehrt montieren. Stativhandling nicht wie gewohnt. Weiterer Minuspunkt. Die Platte habe ich auch aus Sicherheitsgründen montiert, damit der Kameraboden beim Auflegen auf eine harte Unterlage nicht beschädigt oder verkratzt wird. 

Endlich Bilder machen. Belichtung messen und Verschlusszeit, Blende und ISO einstellen. Verschlusszeitenrad ist oben rechts. Wo ist das ISO-Einstellrad? Bei der 50S auf der linken Oberseite angeordnet. Hier im Menü. Geht gar nicht. Hat wahrscheinlich mit der Anordnung des Suchers zu tun. Linke Seite. Kein Platz für ein zusätzliches Einstellrad. Die 3 wichtigsten Einstellungen, welche ich bei meinen Bildern manuell eingeben möchte und logischerweise auch oft verstelle, möchte ich direkt und ohne Knöpfe einstellen können. Entscheidender Minuspunkt.

 

Wer schon mal mit einer Sucherkamera fotografiert hat, weiss, dass die Sucherposition nur für „Rechtsgucker“ ideal ist. Ich bin „Linksgucker“. Ich muss meine Nase (nicht sehr klein…) fest an den Monitor drücken, dass ich das ganze Sucherfeld einsehen kann. Wieder ein Pluspunkt für die 50S. Durch den Aufstecksucher und die grosszügigere Bauweise hat meine Nase mehr Platz.

Kamera ist nun am Auge und in der Hand. Und schon wieder meine Finger. Sie finden den perfekten Halt nicht. Ich muss meinen kleinen Finger als Stütze fürs Gehäuse nutzen. Der Handgriff der Kamera ist definitiv zu klein. Auch dieser Umstand ist der Kompaktheit des Kameragehäuses geschuldet.

Zum Thema Bildqualität möchte ich nur so viel sagen: ICH BIN BEGEISTERT!

Die Kamera auf dem Stativ montiert. Fernauslösekabel eingesteckt. Monitor schwenken. Geht nicht fürs Hochformat. Schade!

 

Dies ist ein sehr persönliches und auf meine Bedürfnisse bezogenes Fazit. Ich werde in meinen Feedbacks selten ausführlich auf technische Fakten eingehen, da es diese zur Genüge bereits gibt.

 

Nochmals vielen Dank an Rent a Fuji für die Möglichkeit die Kamera zu testen.

Ihr könnt gerne einen Kommentar hinterlassen….

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.